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06.11.2026

ChatGPT Business Hub: Was bisher über den Unternehmensbereich bekannt ist

OpenAI arbeitet offenbar an einem Bereich, in dem Unternehmen ihre Erwähnungen in ChatGPT sehen und ihre Angaben pflegen können. Was bekannt ist, was offen bleibt und was du heute tun kannst.

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Ein Fingerabdruck in ungebranntem Ton, die Linien im warmen Streiflicht

OpenAI arbeitet offenbar an einem eigenen Bereich für Unternehmen in ChatGPT. Auf einem am 6. November 2026 veröffentlichten Screenshot steht die Überschrift „Claim your business in ChatGPT“. Unternehmen sollen dort sehen, wie oft ChatGPT sie erwähnt, ihre Angaben pflegen und einen eigenen Agenten einrichten. Ein öffentlicher Zugang ist bisher nicht bekannt. Eine Ankündigung von OpenAI war bis zum 6. November nicht zu finden.

Der Stand am 6. November 2026 in Kürze:

  • Status: beobachtet, von OpenAI nicht angekündigt.
  • Messwerte: laut der Beobachtung Impressionen und Klicks, täglich als Diagramm.
  • Grenze: laut der Beobachtung keine Prompts, keine Nutzerdaten, kein Vergleich mit Wettbewerbern.
  • Zugang: Du sollst nachweisen, dass du dein Unternehmen vertreten darfst.
  • Heute möglich: die Besuche aus ChatGPT als Ausgangswert festhalten.

Woher die Angaben stammen

Die Angaben gehen auf einen LinkedIn-Beitrag von Juozas Kaziukėnas zurück. Barry Schwartz hat ihn bei Search Engine Roundtable aufgegriffen. Nach Kaziukėnas ist die Funktion noch in Arbeit. Erste Schritte habe er schon im August gesehen, der neue Hinweis im Produkt spreche für einen baldigen Start.

Das meiste hängt also an einer einzigen Beobachtung und einem Screenshot. Auf dem Screenshot steht oben der Vermerk „unreleased/beta“. Auch der Name „Business Hub“ stammt von Kaziukėnas, im Screenshot taucht er nicht auf. Namen, Funktionen und Zugang können sich bis zum Start ändern.

Drei Funktionen auf dem Screenshot

Screenshot „Claim your business in ChatGPT“ mit drei Kacheln zu Erwähnungen, Angeboten und Business Agent, darunter ein Hinweis zur Verifizierung und der Button „Get started“
Der Screenshot aus dem LinkedIn-Beitrag von Juozas Kaziukėnas, 6. November 2026.
  • „See how your business shows up“: verfolgen, wie oft dein Unternehmen in ChatGPT-Gesprächen erwähnt wird.
  • „Show customers what you offer“: aktuelle Produkte hinzufügen und Unternehmensangaben pflegen.
  • „Help customers make decisions“: ein Business Agent beantwortet Kundenfragen mit Kontext, den du steuerst.

Dazu kommt der Hinweis, dass du nachweisen musst, dein Unternehmen vertreten zu dürfen. Kaziukėnas beschreibt die Messung genauer. Gezählt werden demnach Impressionen und Klicks. Eine Impression heißt, dass ein Unternehmen in einer Antwort auftaucht. Ein Klick führt über einen Link zur eigenen Website. Beides soll täglich erfasst und als Diagramm gezeigt werden. Als Beispiel für den Nachweis nennt er das Verbinden eines Shopify-Shops.

Schwartz hält den Bereich für getrennt von den ChatGPT Ads und eher für die organischen Antworten gedacht.

Prompts fehlen, Wettbewerber auch

Kaziukėnas geht davon aus, dass der Bereich keine Prompts, keine Nutzerdaten und keinen Vergleich oder Rang gegenüber Wettbewerbern zeigt. Du würdest also sehen, dass sich Erwähnungen und Klicks verändern. Warum sie das tun, bliebe offen. Als Ergänzung nennt er externe Werkzeuge, die Prompts verfolgen.

Solche Werkzeuge stellen festgelegte Prompts regelmäßig an KI-Dienste und werten die Antworten aus. Das ist eine Stichprobe aus selbst gewählten Fragen. Zahlen von OpenAI könnten näher an der echten Nutzung liegen. Wie genau sie entstehen, ist aber nicht bekannt. Offen ist etwa, was als Erwähnung zählt und wie ein Unternehmen einer Antwort zugeordnet wird.

Google und Bing zum Vergleich

Die Kennzahlen sind nicht direkt vergleichbar. Google zählt angezeigte Links, Bing zitierte Quellen, ChatGPT nach dieser Beschreibung Unternehmen in Antworten.

  • Google Search Console: Der Bericht „Generative KI“ ist seit dem 31. August 2026 verfügbar und zeigt Impressionen in den Übersichten mit KI und im KI-Modus. Klicks stecken im normalen Leistungsbericht und lassen sich dort nicht getrennt ausweisen (Stand 28. Oktober 2026).
  • Bing Webmaster Tools: Der Bericht „AI Performance“ startete im Februar 2026 als öffentliche Vorschau. Er zeigt Zitate in Copilot, in den KI-Zusammenfassungen von Bing und bei ausgewählten Partnern. Dazu kommen als Stichprobe die Begriffe, mit denen die KI Inhalte abruft. Das sind nicht zwingend die Eingaben der Nutzer. Klicks nennt Microsofts Vorstellung des Berichts nicht.
  • ChatGPT, falls es so kommt: Impressionen und Klicks getrennt, ohne Prompts dahinter.

Getrennte Klicks aus KI-Antworten wären damit mehr, als die Search Console ausweist. Bing verrät dafür mit den Abrufbegriffen etwas über die Themen.

Offene Fragen

  • Start und Länder: Einen Termin gibt es nicht. Das Einkaufen in ChatGPT ist laut OpenAIs Händlerseite derzeit nur für Nutzer in den USA verfügbar. Ob der Bereich in Deutschland gleich startet, ist nicht bekannt.
  • Unternehmen ohne Shop: Shopify ist nur ein Beispiel. Wie sich ein Handwerksbetrieb, eine Praxis oder ein Dienstleister ausweist, ist nicht beschrieben.
  • Rollen und Standorte: Unklar ist, wie Agenturen, mehrere Standorte oder mehrere Marken abgebildet werden.
  • Kosten: Dazu gibt es keine Angabe.
  • Wirkung auf Antworten: Ein Beleg, dass ein beanspruchtes Unternehmen häufiger genannt wird, ist nicht bekannt.
  • Der Business Agent: Wo er erscheint, wer für seine Antworten geradesteht und wie Kundendaten verarbeitet werden, ist nicht beschrieben.

Fünf Schritte für heute

  1. Ausgangswert in GA4 festhalten. Lass dir Sitzungsquelle und Medium anzeigen und suche nach chatgpt. Organische Besuche stehen bei haimle online marketing unter chatgpt.com. Bezahlte Besuche erscheinen unter der Kennung, die du in deiner Kampagne vergibst, etwa chatgpt / cpc. Trenne beides und notiere die Zahl mit Datum. GA4 sieht nur, was mit Quellenangabe und Einwilligung ankommt. Ob daraus Anfragen werden, zeigt es nur mit sauber definierten Conversions.
  2. Momentaufnahme machen. Der Selbsttest in 20 Minuten zeigt, ob und wie ChatGPT dein Unternehmen nennt. Er ist eine Stichprobe und lässt sich mit späteren Zahlen von OpenAI nicht direkt vergleichen.
  3. Crawler prüfen. OpenAI nutzt für die Suchfunktionen von ChatGPT den OAI-SearchBot. Wer ihn in der robots.txt ausschließt, erscheint laut OpenAI nicht in den Suchantworten, höchstens noch als Navigationslink. Prüfe auch Firewall und CDN. Der GPTBot ist davon getrennt und betrifft das Training.
  4. Öffentliche Angaben abgleichen. Name, Adresse, Leistungen und Öffnungszeiten sollten auf deiner Website und in Verzeichnissen übereinstimmen. Eine Dokumentation von OpenAI, aus welchen Quellen ChatGPT lokale Angaben zieht, war nicht zu finden.
  5. Zuständigkeit klären. Lege fest, wer dein Unternehmen später gegenüber OpenAI bestätigen würde und wer den Zugang zu Website, Shop und Domain hat.

Verkaufst du Produkte, gibt es bereits eine offizielle Bewerbung. Über die Händlerseite von OpenAI lässt sich ein Produktfeed beantragen, wer sich beworben hat, steht auf der Warteliste. Kataloge aus Shopify und Etsy sind laut OpenAI schon angebunden. Für später kündigt die Seite eine Händlerplattform zum Selbsteinrichten an, „later this year“. Ob das mit dem Business Hub zusammenhängt, sagt sie nicht. Mit Produktdaten verspricht OpenAI dort eine bessere Platzierung in den Einkaufsergebnissen. Für einen beanspruchten Unternehmenseintrag ist das nicht gesagt.

Häufige Fragen

Kann ich mein Unternehmen schon in ChatGPT eintragen?

Ein öffentlicher Eintrag wie im Google-Unternehmensprofil ist nach dem Stand vom 6. November 2026 nicht bekannt. „Claim your business“ kennt man bisher nur als unveröffentlichte Funktion. Eine begrenzte Freischaltung für einzelne Konten ist damit nicht ausgeschlossen.

Was ist der ChatGPT Business Hub?

So nennt Juozas Kaziukėnas den größeren Bereich, zu dem die Messung gehört. Eine offizielle Beschreibung von OpenAI war bis zum 6. November nicht zu finden.

Ersetzt der Bereich Werkzeuge für KI-Sichtbarkeit?

Nach der bisherigen Beschreibung nicht. Ohne Prompts und ohne Wettbewerbsvergleich bleibt offen, bei welchen Fragen du auftauchst und wer stattdessen genannt wird.

Hilft ein Eintrag dabei, häufiger genannt zu werden?

Ein Beleg dafür ist nicht bekannt. Was generative Sichtbarkeit ausmacht, gilt bis auf Weiteres unabhängig davon.

haimle online marketing ist eine Agentur für SEO, generative Sichtbarkeit und Webanalyse aus Grevenbroich.

Über den Autor

Ahmed Elmi

Ahmed Elmi ist Unternehmer und Experte für Performance Marketing und KI-gestützte Digitalisierung.

Als Gründer & Geschäftsführer der Boutique-Agentur haimle und langjähriger Digitalisierungsmanager am Köln Bonn Airport hat er die strategische Webanalyse sowie zahlreiche datengetriebene Kampagnen, digitale Projekte und KI-Anwendungen im Mobilitäts- und Unternehmensumfeld erfolgreich umgesetzt.

Seit 2022 teilt er sein Wissen zu künstlicher Intelligenz, Suchmaschinenmarketing und datengetriebenen Entscheidungen als Dozent für Kammern und Akademien sowie als Speaker auf Fachveranstaltungen.

In seinen Seminaren verbindet er strategische Marketing-Expertise mit praxisnahen Live-Demos – von Google Ads und Analytics bis hin zu KI-Workflows, die Teams direkt in ihrem Alltag nutzen können. So macht er Unternehmen, Mittelstand und öffentlichen Sektor messbar erfolgreich und zukunftssicher im digitalen Wandel.

Ein Foto von Ahmed Elmi, während er am Laptop sitzt und lächelt.