Erscheint deine Website in Googles KI-Antworten? So siehst du es in der Search Console
Seit 31. August 2026 zeigt die Search Console, wie oft deine Website in Googles KI-Antworten erscheint. Wo du Bericht und Schalter findest und was sie verraten.


Seit dem 31. August 2026 kann die Google Search Console für jede Website zeigen, wie oft sie in den Übersichten mit KI und im KI-Modus der Google Suche erscheint. Dazu kommt ein Schalter, mit dem du deine Website aus diesen KI-Antworten herausnehmen kannst. Beides findest du in fünf Minuten. Stand: Oktober 2026.
Die Search Console ist Googles kostenloses Werkzeug für Website-Betreiber. Jede Website, die dort angemeldet und bestätigt ist, heißt Property. Wer die Einstellungen einer Property öffnet, findet seit Kurzem einen neuen Abschnitt. Er heißt „AI controls“, auch in der deutschen Oberfläche auf Englisch. Darunter steht der Eintrag „Generative KI-Funktionen der Google Suche“, mit grünem Haken und dem Wort „Einschließen“. Das ist die Voreinstellung. Wer die Website nur einmal angelegt und dort nie etwas geändert hat, ist drin.

Für haimle.com zeigt der zugehörige Bericht am 28. Oktober 2026 genau 2.434 Impressionen in drei Monaten. Die Kurve reicht bis Ende Juli zurück, also weiter als bis zum offiziellen Start. Bis Ende August liegt sie meist unter 30 am Tag, im September und Oktober an vielen Tagen deutlich darüber. Bei mehreren Betrieben, die haimle online marketing betreut, fehlt der Bericht dagegen noch. Welche Gründe Google dafür nennt, steht im Abschnitt „Kein Bericht zu sehen?“.

Was der neue Bericht zeigt
Google nennt ihn in der Hilfe „Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen“. Im Menü der Search Console steht er unter „Leistung“ als „Generative KI“. Er zählt Impressionen: wie oft ein Link zu deiner Website in einer KI-Antwort der Google Suche angezeigt wurde. Erscheinen zwei Links deiner Website in derselben Antwort, zählt das Diagramm sie als eine Impression. In der Tabelle nach Seiten zählt jede Seite für sich, deshalb weichen die Summen voneinander ab. Erfasst sind derzeit die Übersichten mit KI und der KI-Modus. Für Google Discover gibt es einen eigenen Bericht.

Als Zeitraum stehen unter anderem 24 Stunden, 7 Tage, 28 Tage und 3 Monate zur Wahl. Die Zahlen lassen sich auf vier Arten aufteilen:
- Seiten: welche deiner Seiten in KI-Antworten auftauchen
- Länder: woher die Suchen kamen
- Datum: wie sich die Impressionen über die Zeit entwickeln
- Geräte: Computer, Tablet oder Smartphone
Ein Filter trennt die textbasierte Suche von der multimodalen. Multimodal heißt hier: Jemand sucht mit einem Bild, etwa über Google Lens, „Circle to Search“ oder ein hochgeladenes Foto. Experimente aus Googles Testumgebung Search Labs sind nicht enthalten. Die Daten lassen sich exportieren. So steht es in Googles Hilfe zum Bericht.
Was Google dazu nicht dokumentiert
Der Bericht zeigt eine einzige Kennzahl, die Impressionen. Wer den normalen Leistungsbericht kennt, vermisst die Kacheln für Klicks, Klickrate und Position. In der Search Console von haimle.com fehlen sie hier tatsächlich. Eine Aufteilung nach Suchanfragen beschreibt Google ebenfalls nicht. Nach der Dokumentation siehst du also, dass eine Seite in KI-Antworten erscheint. Bei welcher Frage, verrät sie nicht.
Klicks aus den KI-Antworten gehen nicht verloren. Google zählt sie im normalen Leistungsbericht unter dem Suchtyp „Web“ mit. Dort stecken sie in der Gesamtsumme. Getrennt ausweisen lassen sie sich derzeit nicht.
Kein Bericht zu sehen?
Google nennt zwei Gründe. In der Regel hat die Website noch nicht genug Impressionen in den KI-Funktionen gesammelt. Der zweite Grund: Die Website wurde über den Schalter ausgeschlossen. Ob das der Fall ist, klärst du in einer Minute in den Einstellungen.
Der Schalter: was er tut und was nicht
Unter Einstellungen, Abschnitt „AI controls“, öffnet der Eintrag „Generative KI-Funktionen der Google Suche“ die Auswahl. Ändern kann sie der Inhaber der Property. Die erste Möglichkeit lässt Links und Inhalte deiner Website in den KI-Funktionen zu und ist als Standard markiert. Die zweite schließt sie aus. Dann erscheinen weder Links zu deiner Website noch Inhalte von ihr in den Übersichten mit KI, im KI-Modus und in den KI-Funktionen von Discover. Impressionen und Besuche aus diesen Antworten fallen damit ebenfalls weg. Die Antworten selbst gibt es weiter, gebaut aus den Inhalten anderer Websites.

Drei Dinge leistet der Schalter laut Googles Hilfe zur Einstellung ausdrücklich nicht:
- Er ist kein Ranking-Signal. Die normale Platzierung in der Google Suche bleibt unberührt.
- Er regelt nicht das KI-Training. Dafür ist der Eintrag „Google-Extended“ in der robots.txt zuständig, der Datei, mit der eine Website Suchmaschinen-Crawlern Regeln gibt.
- Er nimmt die Website nicht aus der Suche. Das geht nur mit der Anweisung „noindex“.
Eine Änderung braucht nach Googles Angabe einige Tage, bis sie greift. Einzelne Inhalte können wegen zwischengespeicherter Daten noch etwas länger sichtbar bleiben.
Für einen Betrieb, der über Google Kunden gewinnen will, gibt es selten einen Grund zum Ausschließen. Eine Sache lohnt aber den Blick. Viele Websites sind in der Search Console doppelt angelegt, etwa einmal als ganze Domain und einmal mit „https://www“. Die zweite Property ist dann der ersten untergeordnet und zeigt eine dritte Möglichkeit: „Einstellung übernehmen von“ der übergeordneten Property. Das ist dort die Voreinstellung. Wurde die übergeordnete Property ausgeschlossen, gilt das also auch für die untergeordnete, obwohl dort nie jemand etwas geändert hat.
Was du aus den Zahlen ableiten kannst
Eine Impression ist kein Besuch und erst recht keine Anfrage. Sie heißt nur: Google hat einen Link zu deiner Seite in einer KI-Antwort gezeigt. Daraus lassen sich trotzdem drei Dinge lesen.
- Die Richtung über Monate. Steigen die Impressionen, nimmt Google deine Inhalte als Quelle für KI-Antworten häufiger auf. Einzelne Tage sagen wenig.
- Welche Seiten tragen. Der Tab „Seiten“ zeigt, welche Inhalte Google für Antworten heranzieht. Das ist ein Hinweis darauf, welche Themen du ausbauen solltest.
- Der Abgleich mit Anfragen. Ob aus der Sichtbarkeit Geschäft wird, zeigen erst die Anfragen und Buchungen in Google Analytics oder deinem eigenen Anfragesystem. Die Search Console endet bei der Impression. Wie sich beides sauber verbinden lässt, steht unter Analytics und Tracking.
Wenn deine Website nicht auftaucht
Google stellt für die KI-Funktionen keine zusätzlichen Anforderungen. Eine Seite muss im Google-Index stehen. Außerdem muss sie mit einem Textauszug in der Suche erscheinen dürfen. Ein besonderes Markup braucht es nach Googles Dokumentation zu den KI-Funktionen nicht. Wer seine Seiten per „nosnippet“ für Textauszüge gesperrt hat, nimmt sie damit auch aus den KI-Antworten. Hebt man die Sperre auf, wirkt das erst, wenn Google die Seiten neu abruft. Das kann laut Google einige Tage bis mehrere Monate dauern.
Ansonsten gelten dieselben Grundlagen wie für die normale Suche: Inhalte mit klaren Antworten auf konkrete Fragen und eine technisch sauber erreichbare Website. Was das für die Sichtbarkeit in KI-Antworten insgesamt bedeutet, erklärt der Beitrag Was ist GEO (Generative Engine Optimization)?
Eine Grenze hat die Search Console: Sie zeigt nur Google. Ob ChatGPT dein Unternehmen nennt, steht dort nicht. Dafür gibt es den Test In 20 Minuten selbst prüfen, ob ChatGPT dein Unternehmen kennt.
Der Fünf-Minuten-Check
- Search Console öffnen und die Property deiner Website wählen.
- Im Menü unter „Leistung“ den Eintrag „Generative KI“ öffnen. Ist er da, den Zeitraum „3 Monate“ wählen und auf die Richtung der Kurve achten.
- Den Tab „Seiten“ öffnen und die fünf Seiten mit den meisten Impressionen notieren.
- Unter Einstellungen, „AI controls“ prüfen, ob „Einschließen“ aktiv ist. Steht dort „Einstellung übernehmen von“, die übergeordnete Property prüfen.
- Bei einer zweiten Property derselben Website Schritt 4 dort wiederholen.
Fehlt der Bericht und ist die Website eingeschlossen, hat sie in Googles KI-Antworten in aller Regel bisher zu wenig Impressionen gesammelt.
Häufige Fragen
Zeigt die Search Console, ob meine Website in Googles KI-Übersichten erscheint? Ja. Seit dem 31. August 2026 gibt es dafür einen eigenen Bericht unter „Leistung“, Eintrag „Generative KI“. Er zählt, wie oft Links zu deiner Website in den Übersichten mit KI und im KI-Modus angezeigt wurden.
Sehe ich dort auch Klicks aus den KI-Antworten? Nicht getrennt. Der Bericht zeigt nur Impressionen. Klicks aus KI-Antworten zählt Google im normalen Leistungsbericht unter „Web“ mit, dort sind sie nicht herauszurechnen.
Kann ich meine Website aus Googles KI-Antworten herausnehmen? Ja, über Einstellungen, „AI controls“, Eintrag „Generative KI-Funktionen der Google Suche“. Das betrifft nur die KI-Funktionen, nicht die normale Platzierung in der Suche und nicht das KI-Training.
haimle online marketing richtet für Betriebe die Search Console ein und wertet sie aus, auch für die Sichtbarkeit in KI-Antworten. haimle online marketing ist eine Agentur für SEO, generative Sichtbarkeit und Webanalyse aus Grevenbroich.
Google Search Console Hilfe, Generative KI-Funktionen der Google Suche und Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen (Google Suche). Google Search Central, AI features and your website und Control what you share with Google Search. Alle abgerufen am 28. Oktober 2026. Die Angaben zu haimle.com stammen aus der eigenen Search Console, Stand 28. Oktober 2026.
Ahmed Elmi
Ahmed Elmi ist Unternehmer und Experte für Performance Marketing und KI-gestützte Digitalisierung.
Als Gründer & Geschäftsführer der Boutique-Agentur haimle und langjähriger Digitalisierungsmanager am Köln Bonn Airport hat er die strategische Webanalyse sowie zahlreiche datengetriebene Kampagnen, digitale Projekte und KI-Anwendungen im Mobilitäts- und Unternehmensumfeld erfolgreich umgesetzt.
Seit 2022 teilt er sein Wissen zu künstlicher Intelligenz, Suchmaschinenmarketing und datengetriebenen Entscheidungen als Dozent für Kammern und Akademien sowie als Speaker auf Fachveranstaltungen.
In seinen Seminaren verbindet er strategische Marketing-Expertise mit praxisnahen Live-Demos – von Google Ads und Analytics bis hin zu KI-Workflows, die Teams direkt in ihrem Alltag nutzen können. So macht er Unternehmen, Mittelstand und öffentlichen Sektor messbar erfolgreich und zukunftssicher im digitalen Wandel.
